Themen des Gesprächs: Zeichnen zum Frühstück,
indische Kolams (symmetrische Sandzeichnungen) und Ethnomathematik, documenta 2012, posthumanistische Konzepte in Wissenschaft und Kunst.
von Natascha Gruber
In dieser Rubrik finden sich Gespräche mit Studierenden der Philosophie, die ihre Diplomarbeit oder Dissertation vorstellen. Die Gespräche sind nach Datum geordnet.
Experimente - Fundstücke - Meditationen - Dialektos. Die Gespräche sind nach Datum geordnet.
Gespräche über Philosophen und Philosophinnen.
Vorträge, Zusammenfassungen von Gesprächen, Tagungen und Kongressen, zumeist gesendet im Rahmen der "Philosophischen Brocken".
Die Gespräche sind nach Datum geordnet.
Nach einer Einfuehrung (0) zu Deleuze sind an thematischen Schwerpunkten vorgesehen: (1) Die Thesen ueber das Verhaeltnis von Begriffen, Funktionen, Perzepten und Affekten in 'Qu'est-ce que la philosophie'; (2) 'Begriff' in der Geschichte der Philosophie; (3) 'Begriff' in Deleuze's Buechern ueber Leibniz, Hume und Kant; (4) systematische Zusammenhaenge mit den Begriffen Zeichen, Leben, Kreativitaet und Individualitaet
Diese Vorlesung wurde von Studierenden aufgenommen und mit der freundlichen Erlaubnis von ao. Univ.-Prof. Dr. Alfred Pfabigan der Philosophischen Audiothek zur Verfügung gestellt. Inhalte und Vortragsstil sind auf die Vorkenntnisse der an der Lehrveranstaltung teilnehmenden Studierenden abgestimmt. Sie sind nicht explizit an ein Laienpublikum oder die Fachschaft gerichtet.
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180088 VO-L Geschichte der Philosophie II (Mittelalter und frühe Neuzeit)
Studienprogrammleitung Philosophie
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
BA M 4.2, PP § 57.2.6, EC 4.2
Erster Termin: 06.03.2012, Letzter Termin: 26.06.2012.
DI wtl von 06.03.2012 bis 26.06.2012 15.00-16.30 Ort: Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Beginn: 13.03.! (am 06.03. Prüfungstermin WS)
weitere Informationen unter:
http://homepage.univie.ac.at/kurt.walter.zeidler/
Inhalte: Darstellung der Philosophiegeschichte von der Patristik bis Nikolaus von Kues
Methoden: Vortrag
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung am Semesterende oder mündliche Einzelprüfung.
Verpflichtende Lektüre: Augustinus, Confessiones
Literatur: K. Flasch, Mittelalter (Geschichte der Philos. in Text und Darstellung, Bd. 2), Stuttgart 1982 (ReclamUB 9912).
R. Heinzmann, Philosophie des Mittelalters (Grundkurs Philosophie 7), Stuttgart 1992 (Urban-Tb. 351).
Grundlagenvorlesung von Peter Klien, gehalten im Wintersemester 2012.
Vorlesung von Richard Heinrich, gehalten im Wintersemester 2012.
Inhalte: Die Lehrveranstaltung stellt eine reiche Anzahl an Termini vor, die ihren Ursprung im (Alt-)Griechischen haben und die für die Wissenschaft im Allgemeinen und/oder für die Philosophie im Speziellen von Interesse sind. Dabei werden alle Arten von Begriffen berücksichtigt: solche, die völlig in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch eingegangen sind (z.B. "Problem"), solche, die in der gesamten Philosophiegeschichte wirksam blieben (z.B. "Kategorie"), solche, die vornehmlich in der Antike von Bedeutung waren (z.B. "Entelechie"), solche, die erst in der Neuzeit gebildet wurden (z.B. "heliozentrisch") und solche, die auf Eigennamen zurückgehen (z.B. "Akademie"). Parallel zur Beschäftigung mit den einzelnen Termini soll die griechische Schrift erlernt und eine (knappe) Einführung in die griechische Sprache gegeben werden (inklusive der Arbeit mit Wörterbüchern). Darüber hinaus wird das "Handwerkszeug" zur antiken Philosophie vermittelt: Textkorpus, Textüberlieferung, Zitierweisen. Einzelne Blicke auf griechische Originalstellen runden die Lehrveranstaltung ab.
Weitere Informationen im Vorlesungsverzeichnis
180040 VO-L Komparative Philosophie der Gegenwart - Nishida (Kyoto) und Reininger (Wien) als maßgebende Philosophen des 20. Jhdts
Crossing Borders: Grenzen (über)denken
9. Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Philosophie der Universität Wien.
Das Programm für den bevorstehenden Workshop Emergenzen 7 // Open Access ist nun fertig und hier online zu finden. Der Workshop findet am 4. Oktober 2008 im Marietta-Blau-Saal der Universität Wien statt.
Folgendermaßen wird der Ablauf sein:
9:00 Begrüßung - Peter Plener / Ursula Reber & János Békési
09:30 Falk Reckling: Open Access. Die Ökonomie alter und neuer wissenschaftlicher Publikationsformen
10:30 Pause
11:00 Ulrich Herb: Open Access revisited: Wissenschaftsaltruismus oder alter Wein in neuen Schläuchen?
12:00 Chris Armbruster: Five Reasons to Promote Open Access and Five Roads to Accomplish it in Social and Cultural Science
13:00 Pause
14:30 Gernot Hausar: t.b.a.
15:30 Herbert Hrachovec: Remix. Shootout. Peer Control. Gefährliche Chancen am freien digitalen Markt
16:30 Pause
17:00 Bettina Kann: Going digital: Die Neu(er)findung des Bibliothekskonzepts?
18:00 Gabriella Ivacs: Emerging Archives/Parellel Archives
Internationale ExpertInnen werden Vorträge und Workshops zu ausgewählten Bereichen des Urheber- und Patentrechts, Gemeineigentums, der Privatkopie, Fair Use, Public Domain, etc. abhalten und in Beziehung zu neuen medientechnischen, juristischen und gesellschaftlichen Entwicklungen setzen.
Symposium in Gedenken an / Symposium en mémoire de Michael Turnheim (22.10.1946 – 27.11.2009) Wien, Institut Français de Vienne, 28.1-29.1.2011
Ziel des Symposiums
Ziel des Symposiums war es, ausgehend vom Werk des 2009 verstorbenen Psychoanalytikers Michael Turnheim, die Herausforderungen, denen die Psychoanalyse in der Gegenwart ausgesetzt ist, sichtbar zu machen und zu zeigen, wie das Werk Turnheims exemplarisch auf sie reagiert. Dazu waren internationale Theoretiker und Theoretikerinnen eingeladen, Vorträge zu verschiedenen Fragestellungen des Denkens Turnheims in den Bereichen von Psychoanalyse, Philosophie, Gesellschaft und Kunst zu verfassen wie z. B. anhand folgender Punkte: die Psychoanalyse Freuds; das Verhältnis Lacan und Freud, bzw. Lacan und Derrida; die Klinik der Psychosen und des Autismus; Melancholie, Trauer und Tod; Weiblichkeit und Ideologiekritik; Psychoanalyse und Philosophie (Phänomenologie, Frankfurter Schule, Systemtheorie und Dekonstruktion); Biopolitik; Literatur, Neue Musik, Jazz; Wien etc.
Visée du symposium
Il s’agissait d’ouvrir des accès à l’œuvre de Michael Turnheim, décédé l’année dernière, pour rendre visible sa contribution à ce qui stimule la psychanalyse au présent et pour exposer une première réception de cette œuvre. A cet effet, des théoriciens, de même que des artistes internationaux, sont invités à produire des contributions sur les différentes questions posées par sa pensée dans les domaines de la psychanalyse, la philosophie, la société et de l’art, comme par exemple : psychanalyse de Freud, relations Lacan-Freud, Lacan-Derrida, clinique des psychoses et de l’autisme, mélancolie, deuil et mort, féminité et critique de l’idéologie, psychanalyse et philosophie (phénoménologie, Ecole de Francfort, théorie des systèmes et déconstruction), bio-politique, littérature, musique moderne et jazz, Vienne, etc.
Tagungshomepage / Site internet
Das Ambiente muss stimmen. Das gilt sowohl für den Nachtclub, für das Pandabärengehege, für die Urlaubsreise als auch für das Milieu der Einnistung eines Eies in der Gebärmutter. Das Ambiente bringt uns auf die Spur des Paradigmas des Lebens und der Umwelt. Die Moderne hat ‚das Leben’ auf eine zweifache Weise zum Gegenstand gemacht: als Objekt des Wissens wie auch als Objekt politischen Handelns. Beides, so eine These, die wir dieser Tagung voranstellen wollen, war nur möglich, weil die Bedingungen eines Lebens, seine impliziten Voraussetzungen und seine Grenzen in zunehmendem Maße expliziert wurden. Erst indem das, was dem Leben als seine notwendigen Bedingungen vorausliegt, was also das Leben allererst ermöglicht, weil es ein geeignetes Milieu, eine Umwelt bereitstellt, sichtbar und sagbar wurde, wurde das Feld der Biopolitik möglich und die Ambiente gestaltbar.
Damit soll ein alternativer Zugang zu einer Archäologie der Biopolitik vorgeschlagen werden, der nicht von den juridischen Kategorien der Souveränität oder einer Ontologie des Lebendigen ausgeht (Agamben), sondern die Wissensformen, technischen Gesten und Phantasmen untersucht, die sich der für die Moderne charakteristischen Bewegung der Explikation als „aufgedeckter Einbeziehung von Hintergrundgegebenheiten in manifeste Operationen“ (Sloterdijk) zu den verschiedenen historischen Zeitpunkten widmeten.
Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich drei heuristische historische Epochen konturieren: in der ersten, die das 18. Jahrhundert umfasst, ist der Mensch zusammen mit allen anderen Lebewesen in eine Ökonomie der Natur eingebettet (Linné). Der Mensch hat die Aufgabe, mit technischen, vor allem landwirtschaftlichen und landschaftsgestaltenden Mitteln seine Umwelt so zu gestalten, dass die Aufrechterhaltung dieses dynamischen Gleichgewichts gewährleistet ist. Die Natur wird dabei als Totalität verstanden, in der auch die gesellschaftliche Ordnung enthalten ist und in der jedes Element einen vorbestimmten Platz und eine genau festgelegte Funktion hat.
In der zweiten Phase (grob: im 19. Jahrhundert) scheint diese Ganzheit verloren zu gehen: die Entdeckung von ‚Milieus‘ führt sowohl in der Soziologie als auch in der Biologie zu einer Vervielfältigung heterogener Umwelten. Diese werden zum Gegenstand je eigener wissenschaftlicher Disziplinen, die sich vor allem der experimentellen Erforschung widmen. Damit entstehen verschiedene, nicht mehr ineinander übersetzbare Ordnungen von Lebensbedingungen: die - nun als veränderlich verstandenen – Umweltbedingungen (Lamarck, Darwin), das physiologische ‚innere Milieu‘ (Bernard), die sozialen Milieus (Durkheim, Zola). In diese Epoche fällt dann auch die politische Zuspitzung des Begriffs der Lebenswelt zu einem Lebensraum, den es zu erobern gilt.
In der dritten Epoche (grob: ab dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts) werden diese verschiedenen Milieus zunehmend durch den Begriff des ‚Systems‘ kolonisiert. Ein Denken in Systemen verzichtet zwar auf eine vorgängige, geordnete Totalität, ermöglicht aber durch abstrahierte Funktionsschemata eine neue Gesamtschau, die nun direkt an das technische Phantasma der Verbesserung und Effizienzsteigerung und – einmal mehr – an teilweise religiös grundierte Holismen gebunden ist. Gleichzeitig entsteht die Idee einer gleichsam biokybernetischen Regulierung von ‚Leben’ als einem Spiel zwischen einer „totalen Potentialität" des Keims, den Regeln einer "Entwicklungsmechanik" des Organismus und Umweltgegebenheiten. Ideale einer möglichst reibungslosen, verlustfreien und durchaus lustvollen Verkoppelung von Einzelwesen und System, die Entstehung technischer und ökologischer Raumparadigmen, die Entanthropologisierung des Verhaltens in Behaviourismus und Kybernetik und verschiedene Versuche der Überwindung jener ‚two cultures’ (der Kultur und ihren Wissenschaften, die Natur und ihre Wissenschaften), die die menschliche Existenz in eine kulturelle und naturhafte geteilt hatten, sind Wegmarken dieser Entwicklung.
Man könnte diese Wendung auch mit Wiener Wendung übertiteln: Norbert Wiener gilt als einer der Begründer der Kybernetik, der Wiener Heinz von Förster als der Übersetzer der analytischen Philosophie in die Kybernetik und als einer ihrer wichtigsten Sprecher, Oswald Wiener schrieb bereits in den 60er Jahren als Appendix seines Romans „die verbesserung von mitteleuropa“ seinen luziden Entwurf eines Bioadapters, der den Menschen in einem ‚Glückanzug’ der Umwelt entzieht, diese aber als lebenserhaltende Maßnahme weiterhin simuliert und der zwanzig Jahre vor Gibson die Idee eines Cyberspace vorstellbar machte. Der Neurophysiologe und Musiker Manfred Clynes wiederum, ebenfalls gebürtiger Wiener, gilt gemeinsam mit Nathan Kline als der Erfinder des Begriffs ‚Cyborg’, der im Zusammenhang mit dem Entwurf von lebenserhaltenden Maßnahmen für Astronauten steht.
Workshop "The Mental as Fundamental - Panpsychism and the Hard Problem of Consciousness" In recent years there has been increased interest in the doctrine of panpsychism as a perspective worth advocating in the context of the mind-body problem. The heart of the mind-body problem is the so-called “hard problem of consciousness” – the problem related to the question: how does the subjective fit into our material world? Whereas it is not principally impossible that we will at one point have the ability to describe all of our conscious behavior and the related functional features of the mind via physical concepts, we currently have no idea how an objective description of the subjective dimension of the mind should be possible. Panpsychism is offered as a candidate to deal with this problem taking into account certain basic concepts of physical science as well as the subjective dimension of consciousness. In the ongoing discussion on panpsychism some of the scholars have defended it as the only coherent solution of the mind-body problem whereas others regarded it with skepticism due to some serious theoretical problems involved in it. In this two-day workshop emphasis will on the one hand be laid on the presentation of some current theoretical outlines and versions of panpsychism as candidates for a possible solution of the hard problem. On the other hand space should be given to the discussion of some theoretical problems (particularly the generation problem, the combination problem etc.) related to this doctrine.
Ausgehend von dem kürzlich erschienen Sammelband The Body in India (Berlin 2009) geht es mir in dieser Lehrveranstaltung darum, das Verhältnis von Materie, Körperlichkeit und Bewusstsein im Kontext indischer Philosophien aus der Perspektive der Gelassenheit; (vairagya) zu belichten. Ein zentraler Terminus indischer Philosophien, da die ständige Einübung in die Gelassenheit (abhyasa) für das indische Denken das geeignetste Mittel darstellt, selbst in ein ausgelassenes Verhältnis zum eigenen Körper zu kommen. Gelassenheit, als Weg zu einem ausgelassenen Verhältnis zu sich selbst? Wie lässt sich das Denken? Lässt es sich überhaupt Denken? Die Vorlesung wird interkulturelle Antworten auf diese Paradoxie präsentieren. Einerseits aus der indischen Perspektive des Yoga-Sutra von Patañjali, andererseits aber auch in Bezug auf das Körperdenken Spinozas, das er in seiner Ethik vorgestellt sowie das Denken der Gelassenheit, wie es in der Spätphilosophie von Martin Heidegger im europäischen Kontext nach dem zweiten Weltkrieg auftaucht ist.
180087 VO Ludwig Wittgenstein: Das große Typoskript
Die Vorlesung dieses Semesters wird auf weite Strecken mit Faksimiles arbeiten.
Philosophie der Demokratie
180068 VO Psychoanalyse: Begriffe, Differenzen, Diskussionen - Tiefenpsychologie II
Studienprogrammleitung Philosophie
2 Stunde(n), 3,0 ECTS credits
Kapitel:18.02
PP 57.1.9
Erster Termin: 01.03.2012, Letzter Termin: 28.06.2012.
DO 01.03.2012 18.15-19.00 Ort: Hörsaal 23 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 5; DO 08.03.2012 18.15-19.45 Ort: Hörsaal 26 Hauptgebäude, Tiefparterre, Stiege 5; DO wtl von 15.03.2012 bis 28.06.2012 18.15-19.45 Ort: Hörsaal 23 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 5
Achtung!! Die schriftliche Prüfung für die Vorlesung vom WS 2011/12 findet am DO 01.03.2012 19.00-19.45 Ort: Hörsaal 23 statt.
Inhalte: Der Umgang mit der Psychoanalyse in anderen wissenschaftlichen Feldern hat manchmal Ähnlichkeit mit Humpty-Dumpty, der zu Alice sagt: ''Wenn ich ein Wort verwende, dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.'' So etwa nimmt Judith Butler Lacans Spekulationen rund um den Phallus auf, ohne sich um jene Diskussionen zu kümmern, die innerhalb der Psychoanalyse um ein androzentrisches Primat geführt worden sind. Oder Pierre Bourdieu verwechselt das Freudsche Unbewusste mit dem Vorbewussten. Oder ... Solchen transdisziplinären Schwierigkeiten möchte diese Lehrveranstaltung mit der Darstellung von Diskussionen um einzelne psychoanalytische Konzepte entgegenwirken. Im Sommersemester werden dabei die Begriffe des Bildes, des Körpers, des Begehrens und des Genießens ins Zentrum gerückt.
Methoden: Darstellung der Thematik mit Beispielen aus Film, Literatur und bekannten Krankengeschichten mit begleitender online-Diskussion
Ziele: Vermittlung eines Einblicks in psychoanalytische Theorien
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung
Literatur: Freud, Sigmund (1999): Gesammelte Werke (GW), Fischer: Frankfurt/M.
Weitere Literatur wird in der Vorlesung genannt.
Diese Vorlesung wurde von Studierenden der Uni Wien im Sommersemester 2012 aufgenommen und die verfügbaren Epsioden mit der freundlichen Erlaubnis von Sven Bernecker, Violetta L. Waibel, Anton Friedrich Koch, Martin Carrier, Uwe Meixner, Christoph Horn und Michael Erler (Aufzählung in chronologischer Reihenfolge) der Philosophischen Audiothek zur Verfügung gestellt.
Inhalt:
Vor allem die Zeit, aber auch der Raum waren in allen Epochen der Philosophiegeschichte wichtige Themen. Doch zeigt sich, dass auch die Theorien von Raum und Zeit Moden der Philosophiegeschichte unterworfen sind. Mit Einstein ist eine Zäsur gesetzt, die Raum und Zeit zu physikalischen Gegenständen gemacht haben. Parallel dazu entfaltete sich die phänomenologische Betrachtung, die mit Husserl und seinen Nachfolgern, vor allem Heidegger und Sartre, sich zur Frage nach dem inneren subjektiven Sinn von Raum und Zeit entwickelt hat. Hegel hat die Separierung von Zeit und Raum moniert und den Weg zu einer Phänomenologie von Raum und Zeit dadurch vorbereitet, dass er nicht nur ihre Dimensionen in der philosophischen Betrachtung auseinander hervorgehen ließ, sondern sie auch am Punkt, der der Zeit und dem Raum zuzurechnen ist, verknüpft hat. Kant erklärt Raum und Zeit zu reinen Anschauungsformen, deren Sein transzendental ideal ist, während Raum- und Zeitbestimmungen im äußeren und inneren Sinn empirisch real sind. Augustinus weiß, was die Zeit ist, solange er nicht gefragt wird, weiß es aber nicht mehr, soll er eine Antwort geben. Für Aristoteles ist die Zeit ein Zählen im Jetzt und sie ist Zahl, der Ort ist Gefäß- und Sphärenrand.
Was ist die Zeit? Was ist der Raum? Uralte Fragen, die Philosophen und Wissenschaftler wieder und wieder gestellt haben und immer noch stellen. Warum kann man in der Zeit nicht reisen, wie im Raum? Nicht das Rad der Zeit zurückdrehen? Eine Reise zurück will diese Ringvorlesung sein, wenigstens in der Betrachtung der Theorien der Zeit und des Raumes. Die Serie von Vorlesungen will von den Gegenwartstheorien rückwärts schauen im Durchgang durch die Philosophiegeschichte bis hin zur Antiken Philosophie.
Es ist vorgesehen, dass die Vortragenden Materialien zur Vorbereitung der einzelnen Vorlesungen bereitstellen. Überdies werden bereits gedruckte Beiträge der Vortragenden zum Thema angegeben. Die Materialien und das detaillierte Programm werden auf Moodle und auf der Homepage des Forschungsbereichs Europäische Philosophie zum Download bereitgestellt: http://philosophie.univie.ac.at/europaeischephilosophie
Die Ringvorlesung wird von einem Tutorium durch Max Brinnich und Philipp Schaller begleitet, in dem die bereitgestellten Materialien und gegebenenfalls auch weitere Beiträge der Referenten zum Thema gemeinsam durchgearbeitet werden. Tutorium: Do von 14.30 bis 16.00 Uhr, Hörsaal 3C, NIG.
Vorlesung von Alfred Pfabigan, gehalten im Wintersemester 2010.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2006.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Sommersemester 2007.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Sommersemester 2009. In konventioneller philosophischer Sicht erscheinen Bildung und Datenbanken als schroffe Gegensaetze. Stark rezipierte Autoren sehen das Verhaeltnis als einen Testfall des Konflikts zwischen Philosophie und Technizismus. Die Vorlesung versucht zu differenzieren. Ihre Bezugspunkte sind Platon als Gewaehrsmann fuer Bildung und der Wittgenstein des "Tractatus Logico-Philosophicus" als Theoretiker einer komplett logifizierten, kategorial determinierten Weltauffassung. Es wird sich zeigen, dass ihre Opposition nicht tief reicht.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2007.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Sommersemester 2008.
Inhalte: Zwei aktuelle Verwendungen des Terminus Code sind "Zugangskode" und "offener
Quellkode". Die eine steht für die Beschränkung eines Informationsangebotes,
die zweite für die freie Bereitstellung des Konstruktionsplan von
Computerprogrammen im Rahmen von "open source". Damit sind die beiden
gegensätzlichen Pole angedeutet, die den Begriff charakterisieren. Ohne
geregelte Festschreibung von Verfahren in einem Verständigungssystem ist
keine durch Maschinen unterstütze Interaktion möglich. Sie bietet die
Möglichkeit, zu kommunizieren und auszusperren. Die Vorlesung verfolgt diese
Aspekte.
Zur Arbeit in und an der Lehrveranstaltung steht ein Wiki-Web zur Verfügung.
Dort finden sich auch weitere Hinweise und die Unterlagen zur Vorlesung des
vergangenen Semesters:
http://wiki.philo.at/index.php/Code : Kommunikation und Kontrolle (Vorlesung
Hrachovec, 2007/08)
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2010 an der Universität Wien.
Vorlesung von Gerhard Gotz, gehalten im Sommersemester 2011. Titel: "Das Begründungsproblem als Frage nach der Natur an sich".
Das philosophische Begründungsproblem wird in der Vorlesung verstanden aus dem notwendigen Verhältnis alles Endlichen zu einem Absoluten, dessen Bestimmung noch zu suchen wäre. Die Unzulänglichkeit bisheriger philosophischer Lösungsversuche (von den ideologischen der Religionen ganz zu schweigen) fordert zu neuen Schritten heraus.
Vorlesung von Konrad Liessmann, gehalten im Sommersemester 2010. Traut man dem Buchmarkt, hat das Böse Konjunktur. Gleichzeitig mehren sich die Zweifel, ob das Böse überhaupt noch ein sinnvoll verwendeter Begriff sein kann. Die Vorlesung möchte einen Überblick über die umstrittene Kategorie des Bösen geben. Inwiefern der Begriff des Bösen, der in der Regel eher in einem theologischen Diskurs verankert wird, überhaupt ein legitimer Begriff einer säkularen Moralphilosophie sein kann, soll dabei ebenso thematisiert werden wie die Frage, inwiefern Psychologie, Soziologie, Biologie und Neurologie zu Konzepten abweichenden Verhaltens gefunden haben, die den Begriff der Bösen obsolet erscheinen lassen. Im Zentrum der Vorlesung stehen allerdings die philosophischen Auseinandersetzungen mit dem Bösen, die dieses eng an die Frage nach der Freiheit koppeln. Der Bogen wird sich dabei von Augustinus und Thomas von Aquin über die Theodizee-Debatte bis zur Diskussion des Bösen bei Kant, Hegel, Schelling und Kierkegaard sowie zur Apologie des Bösen bei Nietzsche spannen.
Vorlesung von Richard Heinrich, gehalten im Wintersemester 2002.
Vorlesung von Christoph Bezemek, gehalten im Sommersemester 2011.
Titel: "Der Gesellschaftsvertrag - Theorien vertraglicher Begründung staatlicher Ordnung".
Die Lehrveranstaltung setzt sich mit verschiedenen Theorien gesellschaftsvertraglicher Begründung staatlicher Gemeinwesen auseinander, spannt dabei einen Bogen über die Grundlegungen bei Hobbes, Locke, Rousseau und Kant hin zu zum gesellschaftsvertraglichen Zugang in der Moralentwicklung bei John Rawls. Diese verschiedenen Ansätze sollen gegenübergestellt und reflektiert werden, um auf einer solchen Untersuchung aufbauend Grundstrukturen herauszuarbeiten, die den genannten Einzeltheorien als gemeinsames Fundament dienen.
Zentrales Augenmerk wird auf den partizipatorischen Charakter der Gesellschaftsvertragstheorie gelegt, dabei insbesondere auf die Frage, inwieweit Konsens zur Errichtung des Staatswesens als notwendige Bedingung der Legitimität staatlicher Akte im Allgemeinen wie auch demokratischer Entscheidungen im Besonderen anzusehen ist. Vor dem Hintergrund der solcherart erarbeiteten Voraussetzungen werden Systementscheidungen positiv-rechtlicher Verfassungssysteme diskutiert.
Methoden: Vortrag und Diskussion.
Ziele: Einen grundlegenden Überblick in verschiedene klassische Konzeptionen der Gesellschaftsvertragstheorie zu erwerben und vor diesem Hintergrund die Stellung des Einzelnen im Staatsverband zu diskutieren. Besonders berücksichtigt werden dabei die theoretischen Anforderungen an die Grundstrukturen staatlicher Verfassungen, die aus einer gesellschaftsvertraglichen Grundannahme erfließen.
Vorlesung von Sophie Loidolt, gehalten im Wintersemester 2011
Titel: Der interkulturelle Menschenrechtsdiskurs und die "Menschenrechte des anderen Menschen" (Levinas)
Inhalte: Die VO versteht sich als eine Fortsetzung der VO vom letzten Semester, die sich mit Menschenrechtsbegriff und -kritik bei Hannah Arendt als Gegenfigur zum menschenrechtlichen Mainstreamdiskurs auseinandersetzte. (Ein Besuch dieser VO ist allerdings keine Voraussetzung!) Dieses Semester wird die menschenrechtliche Universalismus-(Kultur)Relativismusdebatte im Mittelpunkt stehen. Dabei soll die Frage nach der Inter/Kulturalität des Menschenrechtsbegriffs gestellt werden. Wie im vorigen Semester wird zuerst ein einführender Schwerpunkt auf die zentralen Debatten zum Thema gelegt, um dann einen phänomenologischen Alternativdiskurs bei Levinas zu beleuchten. Emmanuel Levinas entwirft eine Phänomenologie der Menschenrechte vom anderen Menschen her, die sich als fruchtbar für interkulturelle Menschenrechtskonzeptionen erweisen kann. Der klassische Begriff der Menschenrechte, der dem Diskurs des autonomen und souveränen Subjekts der Aufklärung entstammt, wird durch die Alteritätserfahrung einer Kritik unterzogen. Die Rede ist damit nicht mehr von einer reziproken Beziehung zwischen aus der Dritte-Person-Perspektive betrachteten Einzelsubjekten, sondern von der Asymmetrie zwischen Selbst und Anderem, die von Anfang an eine ethische Verantwortungsbeziehung impliziert. Inwieweit daraus Schlüsse auf eine Konzeption der Menschenrechte des/r Fremden und, generell, eine Menschenrechtsethik gezogen werden können, soll in der VO zur Diskussion gestellt werden.
Methoden: Vorlesung mit Diskussion.
Ziele: Ziel der Vorlesung ist, die klassische Menschenrechtskonzeption der Aufklärung sowie die menschenrechtliche Universalismus-(Kultur)Relativismusdebatte in ihren Grundzügen vorzustellen und im anschließenden Hauptteil der VO die kritischen Einwände von Levinas zu diskutieren. Auf diese Weise soll das phänomenologische Potenzial in diesem Diskurs sichtbar gemacht und neue Perspektiven auf den Menschenrechtsbegriff gewonnen werden können.
Vorlesung von Michael Wladika, gehalten im Sommersemester 2008.
Inhalte: Umfassender Überblick über die Geschichte der Evolutionstheorie sowie die philosophisch relevanten Aspekte des Evolutionsdenkens, insbesondere in Naturphilosophie, Erkenntnistheorie und Ethik.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Sommersemester 2010. Zwei Akzentsetzungen sind möglich: "Eine *Idee* haben" und "Eine Idee *haben*". Im ersten Sinn wird die Formulierung normalerweise in der Philosophie verstanden. Die Frage, was Ideen sind, ist unterschiedlich beantwortet worden. Zweitens wird von Ideen gesagt, dass man sie haben kann. Das deutet auf einen anderen Zusammenhang, der in letzter Zeit aktuell geworden ist. Wem gehören Ideen? In welchem Sinn kann man sie besitzen?
Vorlesung von Richard Heinrich, gehalten im Sommersemester 2010.
Vorlesung von Richard Heinrich, gehalten im Sommersemester 2011. Die Vorlesung stellt zuerst in zwei Bloecken die Konzeption theoretischer Philosophie bei Aristoteles der in der analytischen Philosophie des 20. Jahrhunderts gegenueber (Frege, Russell, Quine). Dann werden grundlegende Konzepte der klassischen neuzeitlichen Philosophie behandelt (vor allem Descartes, Leibniz, Kant). Und schliesslich neuere Ansaetze in Metaphysik, Sprachphilosophie und Erkenntnistheorie.
Vorlesung von Gerhard Gotz, gehalten im Wintersemester 2010.
Vorlesung von Richard Heinrich, gehalten im Wintersemester 2011.
Vorlesung von Sven Bernecker, gehalten im Wintersemester 2011.
Inhalte: Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über einige zentrale Themen und Probleme der Erkenntnistheorie. Folgende Fragen werden erörtert: Was ist Wissen und was ist eine gerechtfertigte Überzeugung? Können wir überhaupt etwas wissen? Was heisst es zu sagen, dass eine Überzeugung epistemisch gerechtfertigt ist? Muss der Wissende wissen, dass er etwas weiss? Ist Wissen mit Zufall vereinbar? Was sind epistemische Tugenden? Ist Wissen eine natürliche Art? Welche Rolle spielen Kontexte in der Wissenszuschreibung? Wie ist Wahrnehmungswissen zu analysieren? Kann man Wissen durch blosses Zuhören erwerben?
Detailliertere Informationen im Vorlesungsverzeichnis
Vorlesung von Martin Huth, gehalten im Sommersemester 2010.
Vorlesung von Josef Rhemann, gehalten im Sommersemester 2009.
Angesichts der Perspektive einer anthropotechnischen Durchdringung der körperlichen, psychischen und sozialen Kernelemente menschlicher Lebewesen rücken heute Gene und Gehirne in die phantastische Perspektive der künstlichen Herstellbarkeit von Menschenleben. Ob damit das Ende oder die Zukunft der menschlichen Natur vor Augen rückt, ist nicht nur eine Frage der zum Einsatz kommenden Techniken, sondern vor allem auch des dahinter liegenden Menschenbegriffes. In diesem Sinne soll unter Bezugnahme auf KANT, PLESSNER und PIAGET ein Begriffsmodell des Menschen gewonnen und gegenüber bio- und neurotechnischen Strategien bzw. Phantasien kritisch in Anschlag gebracht werden.
Die These lautet: Menschen sind bio-psycho-soziale Lebewesen. Ihr Sein ist Werden.
Ihr spezifisches Gattungsmerkmal ist Geist. Dieser wird über frühkindliche Lernprozesse sozial und psychisch gebildet. Darauf beruhen humanspezifische Autonomie, Handlungskompetenz und Freiheit. Die mit Geist ausgestattete, menschliche Natur lässt sich nicht künstlich, sondern nur menschlich, d.i. eben bio-psycho-sozial, hervorbringen.
Vorlesung von Angela Kallhoff, gehalten im Wintersemester 2011. Inhalte: Die Vorlesung ist als eine Einführung in grundlegende Fragen und zentrale Themen der praktischen Philosophie konzipiert. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Ethik.
Die Inhalte umfassen: Theorieanforderungen in der praktischen Philosophie; methodische Zugänge zu ethischen Fragestellungen; Struktur der Ethik als wissenschaftliches Aufgabengebiet; Argumentationstypen in der Ethik; Einführung in die angewandte Ethik; Sozialethik der Gegenwart.
Methoden: Die Teilnehmer erhalten auf der E-Learning-Plattform Zugang zu einem Reader. Die Texte werden selbständig vorbereitet. Die Sitzungen sind als Vorlesung mit Diskussionseinheiten gestaltet.
Ziele: Ziel der Vorlesung ist es, in das Arbeitsgebiet der praktischen Philosophie einzuführen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen grundlegende begriffliche Unterscheidungen erlernen und Möglichkeiten der Strukturierung der Ethik kennen lernen. Ein Ziel ist es auch, in Argumentationsweisen der Ethik anhand zentraler Beispiele einzuführen.
Art der Leistungskontrolle: Am Ende der Veranstaltung findet eine Abschlussklausur statt.
Literatur: Wird im e-learning-Programm zur Verfügung gestellt.
Vorlesung von Sophie Loidolt, gehalten im Sommersemester 2010. Rechtsphänomenologie ist ein philosophisches Nachdenken über die rechtliche Ordnung unseres gesellschaftlich-gemeinschaftlichen Lebens unter einem phänomenologischen Gesichtspunkt. Sie kann gleichzeitig als ein Teilgebiet der Phänomenologie und als eine Teilströmung der Rechtsphilosophie verstanden werden, die wiederum eine Grundlagendisziplin der Rechtswissenschaft darstellt. Ebenso wie die Rechtsphilosophie fragt die Rechtsphänomenologie also nach folgenden grundlegenden Fragen: 1. Was ist Recht? (Rechtsbegriff) 2. Was ist der Grund für die Geltung des Rechts? (Verbindlichkeit) 3. Wie entstehen Rechtsnormen? (Genesis, Rechtsquellen), 4. In welchem Verhältnis stehen Gerechtigkeit und Recht zueinander? 5. In welchem Verhältnis stehen Rechtsnormen zu anderen sozialen Normen, insbesondere zur Moral? 6. Welchen Inhalt sollte das Recht haben? 7. In welchem Verhältnis stehen Rechtsgefühl und Recht zueinander? Diese und andere Fragen versuchen die in der Vorlesung vorgestellten AutorInnen mithilfe phänomenologischer Grundüberlegungen auszuarbeiten und zu beantworten. Dabei werden sowohl Husserls Wesenslehre und seine Überlegungen zur Intersubjektivität, sozialen Ontologie und Lebenswelt aufgegriffen (z.B. von Husserls Sohn Gerhart Husserl, der als Rechtswissenschaftler tätig war) als auch Heideggers und Schelers Ansätze rechtsphilosophisch ausgelegt. Herausragende Figur ist der Jurist und Phänomenologe Adolf Reinach, der mit seiner Theorie des Versprechens als Vorläufer der Sprechakttheorie gilt. Ebenso gibt es aber auch eine Wiener Schule von Kelsen-Schülern, die Husserls Phänomenologie für die Reine Rechtslehre fruchtbar machen will und eine streng rechtspositivistische Rechtsauffassung vertritt. Als gegenwärtige rechtsphänomenologische Strömung wiederum kann die Alteritätsphilosophie von Levinas z.B. in der Interpretation von Waldenfels gefasst werden. Insofern kommen sehr unterschiedliche Standpunkte zu Wort, die die gesamte Bandbreite sowohl des phänomenologischen als auch des rechtsphilosophischen Diskurses des 20. Jahrhunderts reflektieren und gleichzeitig neue Wege in der Auseinandersetzung mit Rechtspositivismus, Lebenswelt und Gerechtigkeitsfragen zu gehen versuchen. Damit eignet sich die Vorlesung sowohl als Einführung in die Phänomenologie von dem bestimmten Blickpunkt sozialontologischer Fragen als auch als eine Einführung in grundlegende Probleme der Rechts- und Staatsphilosophie sowie der Rechtstheorie.
Vorlesung von Gerald Posselt und Matthias Flatscher.
Vorlesung von Matthias Flatscher und Gerald Posselt, gehalten im Sommersemester 2012.
Inhalte: Wahrscheinlich hat kaum eine andere Teildisziplin die Philosophie des 20. Jahrhunderts mehr geprägt als die Sprachphilosophie. Zugleich markiert die "sprachliche Wende" (linguistic turn) in der Philosophie einen Paradigmenwechsel, dem heute jede Theorie- und Methodenreflexion in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften Rechnung tragen muss. Andererseits ist die Reflexion auf die Sprache so alt wie die Philosophie selbst. Die Fragen, die dabei im Mittelpunkt stehen, haben sich im Laufe der Geschichte nur wenig verändert: Was ist überhaupt Sprache? Was tun wir, wenn wir sprechen, und was lässt sich vielleicht nur mit Sprache tun? Wie ist sprachliche Verständigung möglich? Was ist die Bedeutung eines Wortes? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Sprache und Denken, Denken und Welt? Ist unsere Sprache überhaupt in der Lage, Realität adäquat wiederzugeben? Gibt es ein Subjekt "hinter" dem Sprechen oder werden wir durch Sprache als sprechende und handelnde Subjekte überhaupt erst konstituiert?
Ausgehend von den klassischen Problemen und Traditionen der Sprachphilosophie bis hin zu den Positionen der wichtigsten sprachphilosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts wie analytische Philosophie, Phänomenologie, Hermeneutik, Strukturalismus und Dekonstruktion wird die Vorlesungen diesen Fragen nachgehen. Dabei sollen sowohl die Differenzen als auch die Anschlussmöglichkeiten zwischen sprachanalytischen Positionen (die durch die Methodik der Sprachanalyse gekennzeichnet sind) und kontinentalen Positionen (die den welterschließenden und intersubjektiven Charakter der Sprache betonen) aufgezeigt und herausgearbeitet werden.
Website zur LV: http://homepage.univie.ac.at/gerald.posselt/lehre.htm
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Bild zum Podcast: Bibiane Blauensteiner (CC BY-SA)
Vorlesung von Thomas Auinger, gehalten im Sommersemester 2010. Diese Vorlesung berücksichtigt in erster Linie die analytische bzw. postanalytische Tradition und konzentriert sich auf bestimmte Autoren, deren grundsätzliche Positionen eingehender porträtiert und problematisiert werden. Die folgenden Philosophen stehen dabei im Mittelpunkt: Wittgenstein, Austin, Quine, Davidson, Rorty, McDowell, Brandom. Thematisch soll auf sehr vielfältige Aspekte eingegangen werden, u.a. werden diese Themen behandelt: * Syntax - Semantik - Pragmatik * Propositionalität * Performativität * Regeln/Regelverständnis/Regelfolgen (Regularismus/Regulismus) * Explizite/implizite Normativität, Deskription/Präskription * Repräsentationalismus/Inferentialismus * Sprache und Denken * Sprache und Handeln (Sprachhandeln) * Intentionalität * Sprache und Welt bzw. Natur (erste/zweite Natur, Naturalismus) * Begriffe/Begriffsbildung (Holismus) * Sinnlichkeit/Sinnesdaten/Sinneseindrücke * Privatheit/Öffentlichkeit/soziale Dimension * Wahrheit/Wahrheitstheorien/Objektivitätsfrage * Rechtfertigung/Begründung * Kommunikation/Interpretation
Inhalte: Wahrscheinlich hat kaum eine andere Teildisziplin die Philosophie des 20. Jahrhunderts mehr geprägt als die Sprachphilosophie. Zugleich markiert die "sprachliche Wende" (linguistic turn) in der Philosophie einen Paradigmenwechsel, dem heute jede Theorie- und Methodenreflexion in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften Rechnung tragen muss. Andererseits ist die Reflexion auf die Sprache so alt wie die Philosophie selbst. Die Fragen, die dabei im Mittelpunkt stehen, haben sich im Laufe der Geschichte nur wenig verändert: Was ist überhaupt Sprache? Was tun wir, wenn wir sprechen, und was lässt sich vielleicht nur mit Sprache tun? Wie ist sprachliche Verständigung möglich? Was ist die Bedeutung eines Wortes? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Sprache und Denken, Denken und Welt? Ist unsere Sprache überhaupt in der Lage, Realität adäquat wiederzugeben? Gibt es ein Subjekt "hinter" dem Sprechen oder werden wir durch Sprache als sprechende und handelnde Subjekte überhaupt erst konstituiert?
Ausgehend von den klassischen Problemen und Traditionen der Sprachphilosophie bis hin zu den Positionen der wichtigsten sprachphilosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts wie analytische Philosophie, Phänomenologie, Hermeneutik, Strukturalismus und Dekonstruktion wird die Vorlesungen diesen Fragen nachgehen. Dabei sollen sowohl die Differenzen als auch die Anschlussmöglichkeiten zwischen sprachanalytischen Positionen (die durch die Methodik der Sprachanalyse gekennzeichnet sind) und kontinentalen Positionen (die den welterschließenden und intersubjektiven Charakter der Sprache betonen) aufgezeigt und herausgearbeitet werden.
Art der Leistungskontrolle: Die Vorlesung wird mit einer schriftlichen Klausur abgeschlossen.
Literatur: Die in der Vorlesung behandelten Primärtexte werden in Form eines Readers zur Verfügung gestellt. Der Reader ist in der Facultas-Buchhandlung im NIG erhältlich.
Einführung in Ethnizität, Rassismus, Nationalismus und Kolonialismus. Vorlesung von Andre Gingrich, Sommersemester 2003.
Vorlesung von Urs Richli.
Vorlesung von Andre Gingrich, gehalten im Wintersemester 2002.
Vorlesung von Alfred Pfabigan, gehalten im Sommersemester 2011. Die Vorlesung mit Lektüre rekonstruiert den vollständigen intellektuellen Entwicklungsgang Schlegels von seinem Beitrag zur Ästhetik der Frühromantik bis zu den Schriften der Wiener Zeit. Literatur: Lektüre: Friedrich Schlegel: Athenäums Fragmente und andere Schriften, Hg. Andreas Huysen, Reclam 9880, p 3 143
Seminar von Michael Blamauer, gehalten im Sommersemester 2010.
Titel: "Geiststaub - Das Rätsel des Bewusstseins und der Panpsychismus".
Jeder Autor der Geschichte der Philosophie der Antike wird im Laufe der Lehrveranstaltung vorgestellt; die Hauptthemen der Philosophie jedes Autors werden dargelegt und zusammengefasst. Das erste Ziel ist dabei, eine allgemeine Orientierung über die Philosophie der Antike zu liefern.
Vorlesung von Franz Martin Wimmer, gehalten im Wintersemester 2009.
180142 VO-L Geschichte der Philosophie III - Antiakademisches Philosophieren: Kierkegaard, Schopenhauer, Nietzsche
Studienprogrammleitung Philosophie
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
BA M 4.3, PP § 57.3.1, EC 4.3
Inhalte: Die Philosophie der Moderne ist wesentlich geprägt von Theorien und Konzeptionen, die trotz einer entwickelten und differenzierten Universitätskultur außerhalb des akademischen Bereiches entstanden sind. Dies verdankt sich nicht nur biographischen Zufälligkeiten, sondern erscheint als bewusstes Resultat einer Haltung, die den Ort des eigentlichen Philosophierens jenseits des institutionalisierten Wissenschaftsbetriebs sehen will. Oft ist dieser Anspruch dann auch mit einer expliziten Kritik an der Universitätsphilosophie verbunden. Anhand dreier maßgeblicher Denker des 19. Jahrhunderts sollen grundsätzliche Konzeptionen eines außer- und antiakademischen Philosophierens nachgezeichnet und dessen Impulse für die Philosophie insgesamt beleuchtet werden. Im Zentrum der Vorlesung werden das existentielle Denkens Sören Kierkegaards, der Pessimismus Arthus Schopenhauers und die Moral- und Kulturkritik Friedrich Nietzsches stehen.
Vorlesung von Michael Wladika, gehalten im Wintersemester 2009.
Vorlesung von Kurt Walter Zeidler, gehalten im Wintersemester 2010. Philosophie des 19. Jahrhunderts (Spätidealismus, Linkshegelianer, Marx, Kierkegaard, Schopenhauer, Nietzsche, Materialismus, Neukantianismus).
Literatur:
E. Coreth, P. Ehlen, J. Schmidt, Philosophie des 19. Jahrhunderts (Grundkurs Philosophie 9), Stuttgart 1984.
W. Hogrebe, Deutsche Philosophie im XIX. Jahrhundert. Kritik der idealistischen Vernunft, München 1987.
Vorlesung von Kurt Walter Zeidler, gehalten im Wintersemester 2011.
Vorlesung von Konrad Liessmann, gehalten im Sommersemester 2011. Titel: "Die toten Hunde der Philosophie: Spinoza, Hegel , Marx".
Ausgangspunkt der Vorlesung ist die Beobachtung, dass die Formel vom "toten Hund" tatsächlich auf Spinoza, Hegel und Marx angewandt wurde, was nicht nur philosophiehistorische, sondern auch systematische Aspekte hat. Gemeinsam ist diesen Denkern nicht nur, dass sie immer wieder für obsolet erklärt wurden, sondern auch eine radikale Form des Denkens, die Philosophie nicht nur als Aufklärung und Selbstaufklärung, sondern letztlich als eine politische Aufgabe verstanden wissen wollte. Von Spinozas Ethik über Hegels Geschichts- und Rechtsphilosophie bis zu Marx' Kritik der politischen Ökonomie lassen sich so die Spuren eines Denkens verfolgen, das dem Verhältnis von Philosophie und sozialer Wirklichkeit ein ganz besonderes Augenmerk schenkt, damit aber auch für konjunkturelle Toterklärungen besonders anfällig erscheint.
Methoden: Vorlesung
Ziele: Anhand dreier ausgewählter Philosophen (Spinoza, Hegel, Marx) will die Vorlesung wichtige Konstellationen im Denken der Moderne an der Schnittstelle von philosophischer Theorie und gesellschaftlicher Praxis darstellen und diskutieren.
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung über den Stoff der Vorlesung inklusive der empfohlenen Literatur am Ende der Vorlesung bzw. im Folgesemester
Literatur: Primärliteratur:
Benedictus de Spinoza: Opera / Werke. Lateinisch und deutsch. Hg. v. Günter Gawlick, Friedrich Niewöhner und Konrad Blumenstock, 2Bde. Darmstadt: Wissenschaftliche Buhgesellschaft 1989
Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Werke in zwanzig Bänden. Theorie Werkausgabe. Hg.v. Eva Moldenhauer und Karl Markus Michel. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1971
Karl Marx / Friedrich Engels: Werke, hg. v. Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (MEW). Berlin (Ost): Dietz 1970ff.
Ein Reader mit ausgewählten Texten der Primärliteratur wird für die VO zusammengestellt.
Empfohlene Einführungen und Überblickswerke:
Konrad Paul Liessmann: Die großen Philosophen und ihre Probleme. Wien: WUV/UTB 2003, darin bes. die Abschnitte über Spinoza, Hegel und Marx
Christoph Helferich: Geschichte der Philosophie. Stuttgart: Metzler 2001 (auch als dtv-Taschenbuch). Darin insbesondere die Kapitel "Die Philosophie der neuen, der bürgerlichen Zeit" und "Das 19. Jahrhundert".
Yirmiyahu Yovel: Spinoza. Das Abenteuer der Immanenz. Aus dem Englischen von Brigitte Flickinger. Göttingen: Steidl 1994
Helmut Seidel: Spinoza zur Einführung. Hamburg: Junius 1994
Wolfgang Röd: Benedictus de Spinoza. Eine Einführung. Stuttgart. Reclam 2002
Georg Römpp: Hegel leicht gemacht. Eine Einführung in seine Philosophie. Köln: Böhlau/UTB 2008
Taylor, Charles: Hegel. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1983
Konrad Paul Liessmann: Man stirbt nur zweimal: Karl Marx 1818-1989. Wien: Sonderzahl 1992
Rolf P. Sieferle: Marx zur Einführung. Hamburg: Junius 2008
Titel: "GesmbH. Derrida - Luhmann - Für und Widers"
In dieser Lehrveranstaltung werden die beiden Dozenten Böhler und Füllsack Grundpositionen im Denken von Derrida (Böhler) und Luhmann (Füllsack) herausarbeiten, um die Nähe und Ferne dieser beiden zueinander auszuloten, indem sie in der Lehrveranstaltung selbst als deren Stellvertreter und Sprachrohr fungieren. Fast so, als ob sie im eigenen Namen im Namen eines anderen sprechen würden. Fast so, als wäre der Eigenname in der Tat der Name für eine Gesellschaft, deren Positionen im eigenen Namen zitiert, also nur mit beschränkter Haftung vom sprechenden Subjekt selbst verantwortet werden.
Vorlesung (180048) von Peter Klien, gehalten im Wintersemester 2011.
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Die Lehrveranstaltung stellt eine reiche Anzahl an Termini vor, die ihren Ursprung im (Alt-)Griechischen haben und die für die Wissenschaft im Allgemeinen und/oder für die Philosophie im Speziellen von Interesse sind. Dabei werden alle Arten von Begriffen berücksichtigt: solche, die völlig in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch eingegangen sind (z.B. "Problem"), solche, die in der gesamten Philosophiegeschichte wirksam blieben (z.B. "Kategorie"), solche, die vornehmlich in der Antike von Bedeutung waren (z.B. "Entelechie"), solche, die erst in der Neuzeit gebildet wurden (z.B. "heliozentrisch") und solche, die auf Eigennamen zurückgehen (z.B. "Akademie"). Parallel zur Beschäftigung mit den einzelnen Termini soll die griechische Schrift erlernt und eine (knappe) Einführung in die griechische Sprache gegeben werden (inklusive der Arbeit mit Wörterbüchern). Darüber hinaus wird das Handwerkszeug zur antiken Philosophie vermittelt: Textkorpus, Textüberlieferung, Zitierweisen. Einzelne Blicke auf griechische Originalstellen runden die Lehrveranstaltung ab.
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Weitere Informationen und Materialien der Vorlesung:
http://homepage.univie.ac.at/peter.klien/php/
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Die Aufnahme der 7. Vorlesung vom 29.11. ist leider fehlgeschlagen.
Inhalt waren wieder Transkriptionen und Termini (Denkzettel).
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Bild zum Podcast aus: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Dedication_Ptolemy_VI_Louvre_Ma4977.jpg, public domain.
Vorlesung von Gerhard Gotz, gehalten im Wintersemester 2010.
In diesem Semester werden zunächst allgemeine Fragen (Begriff von Philosophie, von Kultur etc.) besprochen und im Wesentlichen folgende Fragenkomplexe behandelt: --- Die (philosophische) Frage nach der Kulturalität von Philosophie im Allgemeinen. --- Die (philosophiehistorische) Problematik kultureller Differenzen hinsichtlich von Periodisierungen, Klassifikationen und Interpretationsbegriffen. --- Die (methodologische) Frage nach angemessenen Zugangsweisen zu kulturell differenten Denktraditionen in interkultureller Orientierung (etwa im Unterschied zu komparativen Ansätzen). --- Die (wissenschaftssoziologische) Frage nach der Entwicklung, Verbreitung und Funktion von Philosophie in unterschiedlichen Regionen. --- Die (wissenschaftstheoretische) Frage nach Funktionen von Philosophie in einer globalen Welt.
Vorlesung von Füllsack, Manfred, gehalten im Wintersemester 2006
Seminar von Alfred Pfabigan, gehalten im Sommersemester 2008.
Vorlesung von Gerhard Gotz, gehalten im Sommersemester 2010.
Kants theoretische Philosophie wird von seiner praktischen Philosophie sowohl vorausgesetzt als auch vollendet, sodass sich für ihn der Gesamt-raum der einen Vernunft nur durch die Zusammenführung ihrer theoretischen und praktischen Komponente erschließen lässt. Die Vorlesung wird daher vorweg auf einige zentrale Aspekte von Kants theoretischer Philosophie (Kritik der reinen Vernunft) eingehen, sich dann ausführlich dem moralphilosophischen Schlüsselwerk Kants, der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, zuwenden und schließlich einen kurzen Überblick über die Kritik der praktischen Vernunft geben. Den Schlusspunkt soll eine Kritik an Kants philosophischer Systematik setzen.
Didaktik: Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit.
Vorlesung von Gerhard Gotz, gehalten im Sommersemester 2010. Inhalte: Die Kritik der reinen Vernunft von Immanuel Kant ist wohl das einzige philosophische Werk, das von so gut wie allen philosophischen Richtungen der europäischen Philosophie als bedeutend oder sogar sehr bedeutend anerkannt wird. Dementsprechend weisen Rezeption und Interpretation dieses Textes eine kaum überbietbare Uneinheitlichkeit auf. Umso dringender ist es, sich ausführlich mit dem Original selbst auseinanderzusetzen.
Methoden: Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit.
Ziele: Die Vorlesung soll, wenn auch überblicksartig, ein möglichst authentisches Verständnis der Kritik der reinen Vernunft vermitteln, indem der dahinterstehende systematische Gedankengang von der Ausgangsproblematik, den Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis her schrittweise nachvollzogen wird.
Art der Leistungskontrolle: Mündliche Prüfung ab Ende des Semesters.
Literatur: Als vorbereitende Lektüre wird empfohlen:
Rene DESCARTES: Abhandlung über die Methode ... (Discours de la methode ...), Kapitel 4.
derselbe: Meditationen über die erste Philosophie (Meditationes de prima philosophia), 1. Meditation; 2. Meditation; 3. Meditation, 1. - 4.
David HUME: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand, 2. Abschnitt; 3. Abschnitt, Absatz 1 - 3; 4. und 5. Abschnitt.
Immanuel KANT: Kritik der reinen Vernunft, Vorrede zur zweiten Auflage.
Vorlesung von Manfred Füllsack, gehalten im Wintersemester 2009.
Diese Vorlesung wurde von Studierenden der Uni Wien im Sommersemester 2012 aufgenommen und mit der freundlichen Erlaubnis von Dr. Franz Wuketits der Philosophischen Audiothek zur Verfügung gestellt.
Inhalt:
Endzeitvisionen und die Hoffnung auf eine "bessere Welt" / Krisen und Katastrophen: ganz "normale" Phänomene / Katastrophen der Erd- und Menschheitsgeschichte / Szenarien des Weltuntergangs: Apokalypse einst und jetzt / Prophezeiungen und Prognosen / Tatsächliche und eingebildete Bedrohungen / Katastrophenszenarien als Befriedigung von "Urängsten" / Schuld und Sühne: Katastrophenszenarien als religiös und politisch motivierte Projekte / Sollen wir noch ein Apfelbäumchen pflanzen?
Vorlesung von Andre Gingrich, gehalten im Wintersemester 2002. Titel "Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie".
Vorlesung: Einführung in die Geschichte der Kultur- und Sozialanthropologie am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie von O. Univ.-Prof. Dr. Andre Gingrich, vom WS 2003/04
Vorlesung von Hakan Gürses, gehalten im Wintersemester 2010. Inhalte: "Interkulturelle Philosophie" ist der Name für eine Reihe unterschiedlicher Theorieansätze aus jüngerer Zeit, deren gemeinsamen Nenner die These bildet, dass Kultur eine für den philosophischen Diskurs konstitutive Differenz darstellt - zumal intertextuelle Tradition, konzeptueller Horizont und Ausdrucksformen philosophischer Thesen ebenso kulturell bedingt sind wie deren Einsichtigkeit. "Kultur" ist jedoch ein Begriff, der zunehmend auf Kritik stößt, da er in geistes- und sozialwissenschaftlichen Analysen nicht als ein wichtiger Faktor unter anderen, sondern zunehmend als eine Ursache a priori aufgefasst wird. Der "Differenz"-Begriff wiederum steht im Zentrum jener Theoriedebatten, aus denen die relevantesten philosophischen Ansätze der Gegenwart überhaupt hervorgegangen sind. Das philosophische Hinterfragen von Differenz und Kultur bietet die Möglichkeit, kulturkritische Ansätze zu konzipieren, ohne dabei auf die Berücksichtigung der konstitutiven Rolle der "Kultur als Differenz" zu verzichten. In der geplanten LV werden in diesem Zusammenhang die Begriffe "Kulturalität" und "Kultur als Ordnung" (in Anlehnung an Michel Foucault) vorgeschlagen. Zum anderen stellt sich die Frage, wie sich das interkulturelle Philosophieren in der Gegen-wartsphilosophie positioniert und welche Gemeinsamkeiten resp. Unterschiede sie gegenüber anderen differenzsensiblen Orientierungen (wie Cultural Studies und Postcolonial Studies oder Feministischer Theorie und Diversity-Forschung) aufweist. Hier wird der Begriff "Philosophien der Differenz", den Heinz Kimmerle - mit Derrida - vorgeschlagen hat, von Nutzen sein.
Vorlesung von Manfred Füllsack, gehalten im Wintersemester 2010.
Vorlesung von Martin Huth, gehalten im Sommersemester 2012. Die Vorlesung soll einen Überblick über die wichtigsten Themen der Medizinethik und die aktuelle philosophische Auseinandersetzung damit bieten. Es wird etwa um Fragen gehen, die sich rund um den Anfang, Status und Schutz des menschlichen Lebens gruppieren, Fragen des Arzt-Patienten-Verhältnisses und der Autonomie des Patienten, Probleme, die sich durch neuere medizinisch-technische Fortschritte stellen, und schließlich auch um eine Auseinandersetzung mit dem adäquaten Umgang mit dem Ende des Lebens. Die zum Teil extrem kontrovers geführten Debatten fußen auf manchmal sehr unterschiedlichen Positionen und Zugängen, die dargestellt werden, deren Voraussetzungen aber auch kenntlich gemacht und kritisch reflektiert werden.
Vorlesung von Sophie Loidolt, gehalten im Sommersemester 2011.
Die "Einführung in die Rechtsphänomenologie" befasst sich dieses Semester mit dem Spezialthema der Menschenrechte und stellt nach einer allgemeinen Einführung die Positionen von Hannah Arendt und Emmanuel Levinas zu diesem Thema dar.
Hannah Arendt tritt dabei als eine Kritikerin des klassischen Menschenrechtsbegriffs auf, da sie von einem "Menschen überhaupt" zu sprechen für eine politische Abstraktheit hält, die sich genau dann als wirkungslos erweist, wenn aus dem legalen Rahmen geworfene "nackte Menschen" ein schützendes Recht am dringensten brauchen.
Emmanuel Levinas wiederum entwirft eine "Phänomenologie der Menschenrechte" vom "anderen Menschen" her, die sich als fruchtbar für interkulturelle Menschenrechtskonzeptionen erweisen kann. Auch hier erfährt der klassische Begriff der Menschenrechte, der dem Diskurs des autonomen und souveränen Subjekts der Aufklärung entstammt, seine Kritik durch die Alteritätserfahrung.
Methoden: Vorlesung mit Diskussion.
Ziele: Ziel der Vorlesung ist, die klassische Menschenrechtskonzeption der Aufklärung in ihren Grundzügen vorzustellen und im anschließenden Hauptteil der VO die kritischen Einwände von Arendt und Levinas zu diskutieren. Auf diese Weise soll das phänomenologische Potenzial in diesem Diskurs sichtbar gemacht und neue Perspektiven auf den Menschenrechtsbegriff gewonnen werden können.
Literatur:
Arendt, Hannah: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. München: Piper 1986.
Levinas, Emmanuel: Verletzlichkeit und Frieden. Zürich/Berlin: diaphanes 2007.
Loidolt, Sophie: Einführung in die Rechtsphänomenologie. Tübingen: Mohr Siebeck 2010.
Vorlesung von Josef Rhemann, gehalten im Wintersemester 2011
Inhalte: Von Aristoteles auf Platon zurück- und zu Plessner vorausblickend kann Philosophie unter Berücksichtigung des in sie eingetragenen, allgemeinwissenschaftlichen Anspruches von Metaphysik - als Allgemeine Wissenschaft vom Menschen begriffen werden. Dabei lässt sich, namentlich seit dem 20. Jahrhundert, ein philosophiegeschichtlicher Dominanzwechsel von der metaphysischen Grundlegung des Menschenbegriffes zu seiner Rückführung auf Struktur- und Entwicklungsfragen der anthropologischen Verfassung feststellen. Indes findet sich die bei Plessner ausformulierte Grundstruktur des Menschenbegriffes – der Mensch als bio-psycho-soziales, mit Geist ausgestattetes Lebewesen - bereits bei Aristoteles vorgezeichnet. Andererseits ist mit der wesentlich unter der Autorschaft von Plessner hervorgebrachten, Philosophischen Anthropologie des 20. Jahrhunderts der bis heute geltende, allgemeinwissenschaftliche Anspruch von Metaphysik – als Wissenschaft des für Heidegger im Sein gründenden Gesamtzusammenhanges des Seienden - keineswegs obsolet geworden. Dies soll im Rahmen dieser Vorlesung, ausgehend von der allgemeinen Erörterung des Philosophie- und Metaphysikbegriffes, im Durchgang durch einschlägige philosophiegeschichtliche Positionen von Platon bis Plessner dargelegt werden.
Methoden: Diese Lehrveranstaltung wird als Vorlesung mit Lektüre und integrierter Möglichkeit zur Diskussion gehalten, d.h. pro LV-Einheit etwa 60 Minuten Vorlesung und 30 Minuten Diskussion.
Ziele: Erarbeitung von Verständnisgrundlagen für die theoretische Relevanz einer Verschränkung von philosophischer Allgemeinwissenschaft, Metaphysik und Philosophischer Anthropologie
693984 VO Ontologie (3)
Vorlesung von Richard Heinrich, gehalten im Wintersemester 2002.
Di 9:00-11:00 Hs 3B
Bildquellen:
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2009. Der Begriff "Open Source" ist in der Softwareentwicklung entstanden. Er bezeichnet die freie Verfügbarkeit des Quellkodes für Programme. Damit ist sichergestellt, dass ihre Entwicklung nicht auf die Autorinnen (m/w) oder Eigentümer beschränkt bleibt, sondern in (oftmals global verteilten) Kooperationszusammenhängen erfolgen kann. Maßgebliche Programme zur Operation des Internets (Mailserver, Webserver, Nameserver ...) sind auf diese Weise lizensiert. Das Betriebssystem GNU/Linux ist ein bekanntest Beispiel für den Erfolg dieser juridischen Regelung. Das Phänomen hat eine ausgedehnte, interdisziplinäre Debatte über die Rolle gedanklicher Produktion in der Wissensgesellschaft ausgelöst. Aus juridischer, ökonomischer und soziologischer Sicht wurde untersucht, inwiefern der klassische Begriff des Eigentums auf diese Fälle schlecht anzuwenden ist und ob es - gestützt auf frei verfügbare Software - zu einer neuen Form von "Sozialismus" kommen kann (und soll). Die Vorlesung führt in den Diskussionsstand ein und nimmt ihn zum Anlass, einige Fragen zum Selbstverständnis der Philosophie anzuschließen. Konventionell sind "geistige Leistungen" für sie prinzipiell von ökonomisch verwertbaren Produkten unterschieden. Durch die unrestringierte Zugänglichkeit von Software, einer wesentlichen Produktivkraft der Gegenwart, wird diese Opposition zugunsten eines neuartigen sozial produktiven Erfolgsmodells verschoben. Was bedeutet das für die Philosophie selbst?
Seminar von Sophie Loidolt, gehalten im Sommersemester 2010. Kant hat nicht nur in der theoretischen, sondern ebenso in der praktischen Philosophie Maßstäbe gesetzt, die es unumgänglich machen, sich mit ihm auseinanderzusetzen. In der phänomenologischen Tradition finden sich daher auch etliche Verweise auf Kant, sobald ethische, rechtliche oder politische Fragestellungen auftauchen. Klassische Phänomenologen wie Husserl und Heidegger sowie phänomenologisch beeinflusste AutorInnen wie Ricoeur, Levinas und Arendt (um nur eine Auswahl zu nennen) haben in facettenreichen Kant-Lektüren verschiedenste Annäherungen, Neuinterpretationen, Weiterführungen und Kritikpunkte formuliert. Im Seminar sollen zuerst die Grundlinien der Kantischen Ethik anhand von ausgewählten Textpassagen aus der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten und der Kritik der praktischen Vernunft wiederholt und auf phänomenologische Anknüpfungspunkte hin durchgearbeitet werden. Daran anschließend werden wir mit Texten von Husserl, Heidegger, Ricoeur und Levinas zu ethischen Problemen arbeiten. Im zweiten Teil des Seminars setzen wir uns mit der Kantischen Kritik der Urteilskraft und Arendts Rezeption des ästhetischen Urteilens als politisches Urteilen auseinander.
Vorlesung von Franz Wuketits. Die Biowissenschaften - Herausforderungen für die Philosophie; Was ist Leben?; Die Natur des Menschen; Der Mensch in seiner natürlichen Umwelt; Gehirn und Geist; Biologie und Willensfreiheit; Biologie und die Frage nach dem Sinn des Lebens; moderne Biologie und philosophische Strömungen (Aufklärungsphilosophie, Pragmatismus, Existentialismus).
Methoden: Vortrag und Diskussion
Ziele: Verständnis der Bedeutung der Biologie für die Klärung einiger philosophischer Grundfragen.
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung
Literatur: F. M. Wuketits: Der freie Wille. Die Evolution einer Illusion. Hirzel, Stuttgart 2007.
F. M. Wuketits: Darwins Kosmos. Sinnvolles Leben in einer sinnlosen Welt. Alibri, Aschaffenburg 2009.
Vorlesung von Konrad Liessmann, gehalten im Wintersemester 2010. Inhalte: Die Vorlesung setzt sich zum Ziel, das philosophische Denken über die Kunst der Moderne zu rekonstruieren. Nach Reflexionen über den Begriff der Moderne und das Verhältnis von Kunst und Philosophie werden zuerst die Wurzeln einer Ästhetik der Moderne im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert (Kant, Hegel, die Romantik), die Beiträge von Kierkegaard, Schopenhauer und Nietzsche zu einer Philosophie der modernen Kunst sowie die Theorien der Moderne bei Georg Simmel und Georg Lukács behandelt. Besonderes Augenmerk soll dann auf die ästhetischen Theorien und Kontroversen des 20. Jahrhunderts gelegt werden, wobei die Entwürfe von Benjamin, Adorno, Danto, Groys u.a. im Mittelpunkt stehen werden. Abschließend wird sich die Vorlesung den jüngeren Diskussionen um den Begriff der Postmoderne und das Verhältnis von Kunst und Neue Medien sowie den neuesten Ansätzen zu Ästhetiken des Performativen, der Inszenierung und der Installation widmen. Die Vorlesung richtet sich sowohl an Studierende der Philosophie als auch an Studierende der Kunst-, Literatur-, Theater- und Musikwissenschaften.
Methoden: Vorlesung + eigenständige Lektüre ausgewählter Primär- und Sekundärliterarur
Ziele: Kenntnis der wichtigsten philosophischen Theorien zur Kunst der Moderne seit dem 18. Jahrhundert, selbständige Lektüre relevanter Primärtexte
Art der Leistungskontrolle: Zeugniserwerb durch eine schriftliche Prüfung am Ende des Wintersemesters bzw. am Beginn und im Laufe des des Sommersemesters. Stoff der Prüfung ist die Vorlesung + die selbständige Lektüre ausgewählter Primär- und Sekundärliteratur
Literatur: Primärliteratur:
Ein Reader mit wichtigen Textausschnitten der ästhetischen Theorien von Kant, Hegel, Schiller, Schopenhauer, Nietzsche, Benjamin, Adorno und Danto wird am Beginn des Semesters aufgelegt werden. (Pflichtlektüre)
Sekundärliteratur:
Konrad Paul Liessmann: Philosophie der modernen Kunst. Wien: WUV/UTB 1999 (Pflichtlektüre)
Liessmann, Konrad Paul (Hg.): Im Rausch der Sinne. Kunst zwischen Animation und Askese. Wien: Zsolnay 1999
Harrison, Charles / Wood Paul (Hg.): Kunsttheorie im 20. Jahrhundert. Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews. Ostfildern-Ruit: Hatje 1998
Majetschak, Stefan: Ästhetik zur Einführung. Hamburg: Junius 2010
Scheer, Brigitte: Einführung in die philosophische Ästhetik. Darmstadt: Primus 1997
Schneider, Norbert: Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne. Stuttgart: Reclam 1996
Vorlesung von Konrad Liessmann, gehalten im Wintersemester 2011.
Inhalte: Die Vorlesung setzt sich zum Ziel, das philosophische Denken über die Kunst der Moderne zu rekonstruieren. Nach Reflexionen über den Begriff der Moderne und das Verhältnis von Kunst und Philosophie werden zuerst die Wurzeln einer Ästhetik der Moderne im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert (Kant, Hegel, die Romantik), die Beiträge von Kierkegaard, Schopenhauer und Nietzsche zu einer Philosophie der modernen Kunst sowie die Theorien der Moderne bei Georg Simmel und Georg Lukács behandelt. Besonderes Augenmerk soll dann auf die ästhetischen Theorien und Kontroversen des 20. Jahrhunderts gelegt werden, wobei die Entwürfe von Benjamin, Adorno, Danto, Groys u.a. im Mittelpunkt stehen werden. Abschließend wird sich die Vorlesung den jüngeren Diskussionen um den Begriff der Postmoderne und das Verhältnis von Kunst und Neue Medien sowie den neuesten Ansätzen zu Ästhetiken des Performativen, der Inszenierung und der Installation widmen. Die Vorlesung richtet sich sowohl an Studierende der Philosophie als auch an Studierende der Kunst-, Literatur-, Theater- und Musikwissenschaften.
Methoden: Vorlesung + eigenständige Lektüre ausgewählter Primär- und Sekundärliterarur
Ziele: Kenntnis der wichtigsten philosophischen Theorien zur Kunst der Moderne seit dem 18. Jahrhundert, selbständige Lektüre relevanter Primärtexte
Art der Leistungskontrolle: Zeugniserwerb durch eine schriftliche Prüfung am Ende des Wintersemesters bzw. am Beginn und im Laufe des des Sommersemesters. Stoff der Prüfung ist die Vorlesung + die selbständige Lektüre ausgewählter Primär- und Sekundärliteratur
Literatur: Primärliteratur:
Ein Reader mit wichtigen Textausschnitten der ästhetischen Theorien von Kant, Hegel, Schiller, Schopenhauer, Nietzsche, Benjamin, Adorno und Danto wird am Beginn des Semesters aufgelegt werden. (Pflichtlektüre)
Sekundärliteratur:
Konrad Paul Liessmann: Philosophie der modernen Kunst. Wien: WUV/UTB 1999 (Pflichtlektüre)
Liessmann, Konrad Paul (Hg.): Im Rausch der Sinne. Kunst zwischen Animation und Askese. Wien: Zsolnay 1999
Harrison, Charles / Wood Paul (Hg.): Kunsttheorie im 20. Jahrhundert. Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews. Ostfildern-Ruit: Hatje 1998
Majetschak, Stefan: Ästhetik zur Einführung. Hamburg: Junius 2010
Scheer, Brigitte: Einführung in die philosophische Ästhetik. Darmstadt: Primus 1997
Schneider, Norbert: Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne. Stuttgart: Reclam 1996
Vorlesung von Wolfgang Pircher, gehalten im Sommersemester 2010. Ökonomie als exakte Wissenschaft Die ökonomische Theorie hat im 20. Jahrhundert ein umfangreiches Arsenal an formalen Instrumenten entwickelt, denen auch eine gewisse praktische Wirksamkeit zugeschrieben werden kann. Gleichwohl ist das Spannungsverhältnis zwischen Theoriebildung und praktischer Anwendung keineswegs aufgelöst, zumal von der Ökonomie mehr Aussagen über künftige Entwicklungen erwartet werden, als von jeder anderen Sozialwissenschaft. Es ist ein Kennzeichen jeder nomothetischen Wissenschaft, dass die in ihr formulierten Gesetze Voraussagen erlauben sollen. In wie weit das der Ökonomie gelingen kann, wird ein Thema der Lehrveranstaltung sein. Damit lässt sich das Problem der Rationalität von Prognosen aufwerfen. Listen der verwendeten Literatur werden nach Bedarf ausgegeben. Zeugniserwerb durch eine mündliche Prüfung.
Vorlesung von Wolfgang Pircher, gehalten im Wintersemester 2010. Inhalte: Kaum ein Begriff der Wirtschaft spielt eine mehrdeutigere Rolle als der Markt. Weit davon entfernt, bloßes Organisationsprinzip des Tausches zu sein, ist er gleichzeitig ideologisch hoch aufgeladen. Der Markt als scheinbar freie Organisation von unbestimmbar Vielen, ist ständigen Gefahren ausgesetzt, die ihn von außen (Staat) wie von innen (Wettbewerbsverzerrungen) gefährden. Er ist der Ort einer ökonomischen Gesetzgebung, die sich über alle staatliche Gesetzgebung stellt. Damit hat er die Gestalt einer Quasi-Natur angenommen. Ein günstiger Ausgangspunkt scheint Karl Polanyis Unterscheidung von Gesellschaften mit oder ohne Markt zu sein. Man kann dann zur Akteur-Netzwerk-Theorie, wie sie insbesondere Michel Callon für die Frage des Marktes entwickelt hat, fortschreiten.
Diese Vorlesung wurde von Studierenden der Uni Wien im Wintersemester 2011 aufgenommen und mit der freundlichen Erlaubnis von Dr. Manfred Füllsack der Philosophischen Audiothek zur Verfügung gestellt.
Inhalt:
This lecture will consider the claim to found "a new kind of science" on the base of computation and respective technologies. Amongst others it is inspired by Stephen Wolfram's book A New Kind of Science.
Requirements: ability to read and understand scientific texts in English, general interest in computation and complexity theory.
Die Vorlesung wird sich dem Anliegen und der Behauptung widmen, eine "Neue Art von Wissenschaft" auf Grundlage der Computer-Technologie begründen zu können. Als Namensgeber und Orientierung, aber keineswegs alleinige Anregung oder Quelle, dient Stephen Wolfram's Buch A New Kind of Science.
Erforderliche Vorkenntnisse: Englisch, und ein generelles Interesse an Computation und Komplexitätsforschung.
Literature:
Wolfram, Stephen (2002): A New Kind of Science
Hotz, Robert Lee (1997): A Study in Complexity - about Stephen Wolfram (Vorsicht: Firmen-eigene Webpage !!! Weitere Interviews und Berichte)
Shalizi, Cosma (2005): A Rare Blend of Monster Raving Egomania and Utter Batshit Insanity - Review of Wolfram's A New Kind of Science
Aaronson, Scott (2001): Book Review of Wolfram's A New Kind of Science
Kurzweil, Ray (2002): Reflections on Stephen Wolfram’s A New Kind of Science
Hegselmann, Rainer / Flache, Andreas (1998): Understanding Complex Social Dynamics: A Plea For Cellular Automata Based Modelling
Frigg, Roman / Hartmann, Stephan (2006): Models in Science
Dennett, Daniel (1991): Real Patterns; in: The Journal of Philosophy Vol. 88, No. 1, p 27-51.
Füllsack, Manfred (2011): Gleichzeitige Ungleichzeitigkeiten. Eine Einführung in die Komplexitätsforschung. Wiesbaden VS-Verlag.
Vorlesung von Gerhard Gotz, gehalten im Sommersemester 2008.
In der einführenden Ringvorlesung stellen die Vortragenden (jeweils eine Doppelstunde) verschiedene Zugänge zur Philosophie dar: hinsichtlich der Methoden, der Disziplinen und Zielsetzungen des Philosophierens. Die Einheiten sind nicht aufbauend konzipiert, sondern dienen einem ersten Überblick über die Forschungsschwerpunkte und Methoden der Forschungsbereiche am Institut für Philosophie.
Diesem Vorlesung aus dem SS 2012 wurde mit freundlicher Genehmigung von ao. Univ.-Prof. Dr Josef Rhemann unter der Lizenz CC-BY-NC-ND veröffentlicht.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2011.
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Inhalte: Traditionell haben die Wissenschaften, insbesondere die Human- und Geisteswissenschaften, sich deutlich von der Wirtschaft abgegrenzt. Wahrheit galt als etwas anderes als Ware. Diese Verhältnisbestimmung ist durch zwei - gegenläufige - Entwicklungen zweifelhaft geworden. Einerseits expandiert das Konsumverhalten in bisher unerschlossene Bereiche, inklusive der Lehr und Forschung an Universitäten. Andererseits zeigt sich, dass (Umgang mit) Information ein sehr gewinnbringender Faktor sein kann.
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Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie seit der begrifflichen Erfassung des Geldwesens bei den Griechen (Platon, Aristoteles), über die Anfänge der Wirtschaftswissenschaften, bis zur Ökonomie der Wissensgesellschaft der spezifische Beitrag kognitiver Tätigkeit (das heißt zugleich: ihres Austausches) gefasst worden ist.
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Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung am Ende des Semesters.
Vorlesung von Josef Rhemann, gehalten im Wintersemester 2009.
In dieser Vorlesung wird der Status der modernen Biowissenschaften
erörtert und deren Bedeutung für die Klärung philosophischer Fragen (z. B.
Leib-Seele-Problem, Freiheitsproblem usw.) dargelegt.
Vorlesung von Ulrike Kadi, gehalten im Wintersemester 2011. Titel: "Psychoanalyse: Begriffe, Differenzen, Diskussionen - Tiefenpsychologie I".
Inhalte: Der Umgang mit der Psychoanalyse in anderen wissenschaftlichen Feldern hat manchmal Ähnlichkeit mit Humpty-Dumpty, der zu Alice sagt: ''Wenn ich ein Wort verwende, dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.'' So etwa nimmt Judith Butler Lacans Spekulationen rund um den Phallus auf, ohne sich um jene Diskussionen zu kümmern, die innerhalb der Psychoanalyse um ein androzentrisches Primat geführt worden sind. Oder Pierre Bourdieu verwechselt das Freudsche Unbewusste mit dem Vorbewussten. Oder ... Solchen transdisziplinären Schwierigkeiten möchte diese Lehrveranstaltung mit der Darstellung von Diskussionen um einzelne psychoanalytische Konzepte entgegenwirken. Im Wintersemester werden dabei die Begriffe des Unbewussten, der Kastration, der Übertragung und des Triebs ins Zentrum gerückt.
Methoden: Darstellung der Thematik mit Beispielen aus Film, Literatur und bekannten Krankengeschichten mit begleitender online-Diskussion
Ziele: Vermittlung eines Einblicks in psychoanalytische Theorien
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung
Literatur: Freud, Sigmund (2000): Studienausgabe (SA), Fischer: Frankfurt/M.
Greiner, Kurt (2007): Psychoanalyse im 21. Jahrhundert: polymorphe Wissenschaft mit Vorbildqualität, in: Psychotherapie Forum 15, 96-103.
Klein, Melanie (1932): Die Psychoanalyse des Kindes, in: dies.: Gesammelte Schriften, Band 2, Stuttgart: frommann-holzboog 1997.
Klein, Melanie (1946). Bemerkungen über einige schizoide Mechanismen, in: dies.: Gesammelte Schriften, Band 3, Stuttgart: frommann-holzboog 2000, 1 - 41.
Lacan, Jacques (1987): Das Seminar. Buch XI (1964). Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse, Berlin, Weinheim: Quadriga 3. Aufl.
Lacan, Jacques (1996): Das Seminar, Buch VII (1959-1960). Die Ethik der Psychoanalyse, Berlin, Weinheim: Quadriga 1996.
Lacan, Jacques (2006): Das Seminar. Buch V (1957-1958). Die Bildungen des Unbewussten, Wien: turia+kant.
Lacan, Jacques (2007): Über den ''Trieb'' bei Freud und das Begehren des Psychoanalytikers, in: Kupke, Christian (Hg.): Lacan. Trieb und Begehren. Berlin: Parodos 2007, 13-17.
Lacan, Jacques (2008): Das Seminar, Buch VIII (1960-1961). Die Übertragung, Wien: Passagen Verlag.
Wallerstein, Robert S. (1988): Eine Psychoanalyse oder viele? In: Zeitschrift für psychoanalytische Theorie und Praxis 1989, 126-153.
Vorlesung von Michael Wladika, gehalten im Wintersemester 2009.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2005.
Vorlesung von Manfred Füllsack, gehalten im Sommersemester 2010. Titel: "Verteilte Intelligenz. Schwärme, Netze, Formen"
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2002.
Vorlesung (180008) von Richard Heinrich, gehalten im Wintersemester 2011.
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Bild zum Podcast:
'Aletheia' (Botticelli, 'Die Verleumdung des Apelles', https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Sandro_Botticelli_021.jpg, public domain.)
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Sommersemester 2005.
Vorlesung "Wissen wir, was ein Körper vermag? - Deleuze in Spinoza. Spinoza in Deleuze" von Arno Böhler, gehalten im Wintersemester 2010.
Inhalte: „Das Leben ist durch die Kategorien von Gut und Böse, Verstoß und Verdienst, Sünde und Erlösung vergiftet.“ (prakt. Phil., S. 38). Vielleicht vermag dieser Satz von Gilles Deleuze aus seinem bescheidenen kleinen Büchlein "Spinoza Praktische Philosophie" am vortrefflichsten, weil am schlichtesten, jenen Affekt zu benennen, der seine Spinoza-Lektüre dominiert. Spinoza. Das ist für Deleuze kein Denker einer leblosen Geometrisierung und Mathematisierung des univoken Seins, sondern ein, mit Bergson und Nietzsche in einer Reihe und Linie stehender Philosoph des Lebens.
In diesem Sinne möchte ich in dieser Lehrveranstaltung die Frage nach dem, was für Spinoza und Deleuze "Leben/lebendiger Körper" heißt, thematisieren und im Zuge eines "close readings" folgender Werke erörtern:
(1) Spinozas "Ethik"
(2) Deleuze, "Spinoza. Praktische Philosophie"
(3) Deleuze, "Spinoza und das Problem des Ausdrucks in der Philosophie"
(3) Reine Immanence. Ein Leben
Methoden: Vortrag des Lehrveranstaltungsleiters. Am beginn jeder Lehrveranstaltungseinheit gibt es ein kurzes Protokoll einer Lehrveranstaltungsteilnehmer/inn, in der die vorhergehende Stunde noch einmal zusammengefasst und in Erinnerung gerufen wird. Der Vortrag wird durch regelmäßige Rückfragen an Sie auch für Diskussionen mit Ihnen geöffnet.
Sie bekommen am Anfang des Semesters eine Liste der Literatur, die für die jeweilige Lehrveranstaltungseinheit maßgeblich ist, so dass Sie sich schon im Vorhinein einlesen und auf die Lehrveranstaltungseinheit vorbereiten können.
Ziele: (1) Einführung in eine philosophische Lektüre von Spinozas Ethik unter besonderer Berücksichtigung der Lesart von Gilles Deleuze.
(2) Erarbeitung eines philosophischen Verständnisses von "Leben" aus der Perspektive dieser beiden Denker.
(3) Einbindung der beiden Philosophen Spinoza und Deleuze in eine philosophiegeschichtliche Perspektive.
Art der Leistungskontrolle: Zeugniserwerb in der Regel durch schriftliche Prüfung. Der erste Prüfungstermin wird am Semesterende, also Ende Jänner 2010 stattfinden. Einige können sich auch für ein Protokoll melden. (Mündlicher Vortrag: 10 Minuten + schriftliche Abgabe des Protokolls: ca. 10 Seiten). Die Termine für die Protokolle werden in der ersten Vorlesungseinheit vergeben.
Literatur: Spinoza, Baruch de: Sämtliche Werke, Ethik in Geometrischer Ordnung dargestellt (2), Wolfgang Bartuschat (Hg.), Felix Meiner Verlag: Hamburg 1995.
Deleuze, Gilles: Spinoza. Praktische Philosophie, Merve Verlag: Berlin 1988.
Deleuze, Gilles: Spinoza und das Problem des Ausdrucks in der Philosophie, Wilhelm Fink Verlag: München 1993.
Deleuze, Gilles: Pure Immanence. Essay on A Life, Zone Books: New York 2001.
Agamben, Giorgio: Barleby oder die Kontingenz gefolgt von Die absolute Immanenz, Merve Verlag: Berlin 1998.
Weitere Literatur wird im Laufe des Semesters bekannt gegeben.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2003.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Sommersemester 2002.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Sommersemester 2004.
Vorlesung von Franz Wuketits, gehalten im Wintersemester 2009.
180064 VO-L Denkwege der indischen Philosophie: Der Pfad des Samadhi
In dieser Vorlesung werden wir uns Zeit nehmen, den Pfad des samâdhi nachzuzeichen, den Patañjali vor allem im ersten und zweiten Teil seiner Yoga-Sutren beschreibt. Der Text stellt die Urniederschrift der indischen Yoga-Tradition dar. Er beschreibt den Weg eines Denkens, dem es darum geht, den Menschen aus der Enge seiner menschlich, allzumenschlichen Ingoranz zu befreien, um ein ganz anderes Wesen in ihm aufblitzen zu lassen.
Vorlesung von Richard Heinrich, gehalten im Wintersemester 2012.
Inhalte: Thematische Schwerpunkte: Das Verhaeltnis von Logik, Rhetorik und Philosophie. Die lateinische Aristoteles-Rezeption. Naturphilosophie im Uebergang zur Neuzeit. Die Plato-Renaissance. Humanismus. Das Verhaeltnis von Theologie, Magie, Wissenschaft und Philosophie im 15. und 16. Jahrhundert.
Weitere Informationen im Vorlesungsverzeichnis
180049 VO-L In Freiheit tätig sein - Argumente für und Kritik am bedingungslosen garantierten Grundeinkommen
Inhalte: Die Forderung nach dem bedingungslosen garantierten Grundeinkommen zählt in mehrfacher Hinsicht zu den interessantesten praktisch-ethischen Konzepten. Die Forderung selbst ist ausgesprochen einfach und klar. Was nun die Ziele als auch die Begründungen betrifft, so zeigt sich ein breites und höchst differenziertes Szenario. Die damit verknüpften Hoffungen und Erwartungen reichen von der Überwindung der Armut und Lebensnot bis hin zur Verwirklichung eines neuen Verhältnisses von Individuum und Gesellschaft. Ebenso differieren die Ansichten, ob das Grundeinkommen mit den aktuellen Formen von Ökonomie und sozialer Existenzsituation kompatibel ist oder nicht. Zweifellos spiegeln sich in den Erwartungshaltungen bzw. Befürchtungen die Ansichten und Theorien über gesellschaftliche, ökonomische und psychologische Mechanismen, Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten der ProtagonistInnen.
Die Debatte um das Grundeinkommen, das zeigt Rhythmus und Intensität der Veröffentlichungen, Tagungen und Symposien eindeutig, war und ist mit der Transformation des Fordismus in den Postfordismus verbunden. Waren die Wortmeldungen innerhalb und außerhalb des akademisch-universitäten Milieus bis in die 80er Jahre selten und verstreut, hat die Dichte der Publikationen und Aktivitäten seit der Jahrhundertwende massiv zugenommen. Wie dieses Phänomen zu deuten ist, ist wiederum Gegenstand von Kontroversen.
Sozialphilosophisch ist die Forderung nach dem Grundeinkommen keiner spezifischen Strömung zuzuordnen. Ob dies einem Mangel oder umgekehrt einen Vorteil anzeigt, ist wiederum umstritten. AutorInnen, die sich für das Grundeinkommen aussprechen kommen aus der libertären (Van Parijs), katholischen, anarchistischen, feministischen, marxistischen und bürgerlich-liberalen Tradition. KritikerInnen wiederum argumentieren aus einer neoliberalen, sozialdemokratischen, feministischen, orthodox-marxistischen und wertkonservativen Sichtweise.
Vorlesung von Richard Heinrich, gehalten im Wintersemester 2012.
Weitere Informationen im Vorlesungsverzeichnis
Vorlesung von Manfred Füllsack, gehalten im Sommersemester 2006.
Vorlesung von Herbert Hrachovec, gehalten im Wintersemester 2004.